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Begriff aus der Ökologie, der vor allem auf Gewässerökosysteme angewendet wird. Gemeint sind grundlegende Störungen der Lebensgemeinschaften und des Vermögens zur Selbstreinigung durch plötzliches Sauerstoffdefizit infolge Eutrophierung. Die Sauerstoffkonzentration fällt, weil mehr Sauerstoff zum Abbau der organischen Substanz benötigt wird als neu in das Gewässer eingetragen wird. Unterschreitet die Konzentration eine bestimmte Schwelle, sterben sehr viele aerobe Organismen. Durch die Erhöhung an toter Biomasse wird noch mehr Sauerstoff für den Abbau benötigt (positives Rückkopplungssystem). Der Begriff „Umkippen” wird auch als Trivialbezeichnung für eine spontane, drastische Verschlechterung der Gewässergüte mit Begleiterscheinungen wie Fischsterben, Faulgas und Verödungszonen gebraucht. Gelegentlich wird er auch auf andere Ökosysteme angewandt, beispielsweise auf stark belastete Böden, die einen plötzlichen Abfall ihrer Produktivität zeigen. |
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