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Beikräuter, Segetalflora, anthropozentrisch-wirtschaftsorientierte Bezeichnung für Pflanzen, die unerwünscht sind. Sie finden sich als Bodenvegetation in Kulturpflanzengemeinschaften (Acker, Gartenbau, Forstwirtschaft) und weisen gelegentlich Massenvermehrung auf. Unkräuter sind als Wildkräuter unter normalen Bedingungen deutlich konkurrenzstärker als die in langer Zuchtentwicklung entstandenen Nutzpflanzen, denen sie Nährstoffe, Licht und Wasser entziehen. Dadurch wird der Ertrag der Nutzpflanzen z.T. stark gesenkt, was wirtschaftlich v.a. in Entwicklungsländern zu Problemen führt. Deshalb bekämpft der Mensch seit Jahrtausenden das Unkkraut mechanisch (Jäten, Pflügen) und seit ca. 1900 auch chemisch (Herbizide). In der integrierten Landwirtschaft und der biologischen Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein Unkraut-Bestand unterhalb einer bestimmten Schwelle positive Wirkung hat (stabileres Bodengefüge und Erosionsschutz durch die Bodenbedeckung, Nahrungspflanzen für Nützlinge, Gen-Reservoir für zukünftige Nutzungen). Die Unkräuter werden daher auch mit dem positiven Begriff Wildkräuter belegt. |
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