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Prozess der Bodenentwicklung, der vor allem im Unterboden von Grundwasserböden (Gleye, Marschböden, Solonchake) auftritt. Dabei werden Eisen- und Mangan-Ionen mit dem Grundwasser zugeführt oder durch Reduktion vorhandener Eisen- und Manganoxide im Boden gebildet. Sie gelangen durch Wasserfluss und Diffusion in höhergelegene, teilgesättigte Bodenbereiche und werden dort als Oxide ausgefällt. Bei relativ konstanten Grundwasserständen und ständiger Zufuhr eisenhaltigen Fremdwassers führt Vergleyung in der Regel zur deutlicheren Ausprägung der redoximorphen Merkmale in den vorhandenen Gley-Horizonten bis hin zur Bildung von Raseneisenstein. Bei längerfristig ansteigendem Grundwasser verschiebt sich der Übergangsbereich zwischen oxidativen und reduktiven Merkmalen näher in Richtung Bodenoberfläche. Die Vergleyung geht oftmals mit Vernässung einher. Bei abgesenktem Grundwasser verschiebt sich die Untergrenze des Go-Horizontes abwärts. |
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