| |
Johannes, deutscher Biologe, Geologe und Paläontologe, *20.7.1860 Neustadt/Orla,
†4.5.1937 Hofgastein; Professor in Jena (ab 1890) und Halle/Saale (1906-29); vielseitiger Forscher, unternahm zahlreiche Forschungsreisen, unter anderem nach Ägypten, Griechenland, Ostindien, Ceylon, Nordamerika; bedeutende Arbeiten zur Meeresgeologie, Wüstenforschung, genetischen Klassifikation von Sedimentgesteinen und Paläoökologie; stellte klar heraus, dass die Geologie eine historische Wissenschaft ist; nutzte den Aktualismus („ontologische Methode”) als hauptsächliche geologische Untersuchungsmethode; erkannte als erster die unlösbare Verflechtung der organischen und der anorganischen Entwicklung und übertrug die biologische Selektion auf lithologische Vorgänge. Werke (Auswahl): „Einleitung in die Geologie als historische Wissenschaft” (3 Bände, 1893-94), „Geschichte der Erde und des Lebens” (1908), „Allgemeine Paläontologie” (4 Teile, 1919-27), „Geologie Deutschlands” (4. Auflage, 1923), „Geschichte der Wüstenbildung” (4. Auflage, 1924), „Rätsel der Wünschelrute” (1933). Walthersche Faziesregel. |
|