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Gruppe von Mineralen, in den Zink vorkommt. Das Haupt-Zinkmineral für die Zinkgewinnung ist die Zinkblende (Sphalerit), die kubische Modifikation von ZnS, neben der der Wurtzit als hexagonale Modifikation bekannt ist (Tab.). Dieser bildet sich meist in saurer Lösung bei Temperaturen zwischen 50º und 100ºC, obgleich er erst oberhalb 1020ºC stabil ist; ab dieser Temperatur wandelt sich Zinkblende in Wurtzit um. Oftmals entstehen beide Modifikationen nebeneinander und bilden die feinradialstrahlige Schalen- oder Strahlenblende. Beide Minerale enthalten Eisen (Zinkblende bis 20%). Die eisenreiche Blende ist schwarz, während die eisenfreie Honigblende lichtbraun und durchsichtig ist. Sie wird im Gegensatz zu der eisenreichen aus niedrigthermalen Lösungen gebildet und ist naturgemäss wertvoller. Bei hoher Temperatur bildet Zinkblende Mischkristalle mit Kupferkies, Zinnkies, Magnetkies u.a., die sich bei der Abkühlung entmischen und dann als Lamellen oder Durchstäubungen in der Zinkblende eingelagert sind. Zinkspat ist ein lokal wichtiges Erz und entsteht im Verwitterungsbereich der Lagerstätten, wobei das notwendige CO2 vielfach von carbonatischen Gangarten geliefert wird. Ein wichtiges Zinkerz ist auch der Hemimorphit, der wie der Zinkspat bei der metasomatischen Verdrängung von Kalk entsteht. Für beide Minerale ist auch der Bergmannsname Galmei im Gebrauch. Cadmium wird primär in der Natur in Zinkmineralen, vorwiegend in Zinkblende und Wurtzit, aber auch in Zinkspat getarnt. Bei der Verwitterung wird das Cadmium frei und bildet dünne Krusten von Greenockit.
Zinkminerale (Tab.): wichtige Zinkminerale. |
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