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aussenbürtige Dynamik, geologische Prozesse im Bereich der Erdoberfläche und der Erdkruste, die auf von aussen einwirkende Kräfte zurückzuführen sind. Es handelt sich um allgemein kosmische Kräfte, insbesondere um die Anziehungskraft der Sonne und des Mondes sowie um Sonneneinstrahlung. Ebbe und Flut, die wichtige Transportsysteme der Meere darstellen, werden durch die Gravitation der Gestirne angetrieben. Die exogene Wärmezufuhr durch die Sonne setzt komplizierte Kreisläufe der Luft und des Wassers auf der Erde in Bewegung und bewirkt damit auf der Erdoberfläche Massenverlagerungen wie den Kreislauf der Gesteine. Durch klimagesteuerte Verwitterung wird festes Gestein chemisch gelöst oder physikalisch in Teilchen zerlegt. Wasser, Eis oder Wind führen zu Abtragung, Transport und Ablagerung der Partikel - bzw. Fällung der im Wasser chemisch gelösten Verbindungen - in morphologischen Senken der Kontinente oder in den ozeanischen Becken. Durch Überlagerung mit weiteren Sedimenten verfestigen sich die Lockersedimente im Zuge der Diagenese. Würden ausschliesslich exogene Kräfte auf die Erde einwirken, so müssten alle Aufragungen abgetragen und alle Senken mit Schutt verfüllt und die Erdoberfläche eine morphologische Peneplain (Fastebene) werden. Einen solchen Gleichgewichtszustand verhindern jedoch die Kräfte der gleichzeitig wirkenden endogenen Dynamik. |
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