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interdisziplinäre Sammelbezeichnung für weltweite (globale) Änderungen der Umwelt des Menschen. Im Vordergrund steht die anthropogene Beeinflussung der geosphärischen Synergismen, d.h. der Interaktion der einzelnen globalen Kreisläufe von Stoffen und Energie (Stoffkreislauf). Hierbei wirkt der Mensch in vielfältiger Weise auf das Ökosystem Erde ein, passiv durch das Bevölkerungswachstum und aktiv durch die landwirtschaftliche Nutzung, Oberflächenversiegelung, Zersiedelung und Industriealisierung. Die Konsequenzen sind mannigfaltig. Gewässerverschmutzung, Abholzung, troposphärische Schadstoffbelastung (Smog, Saurer Regen) oder das Ozonloch können direkt auf anthropogene Aktivitäten zurückgeführt werden. Bei vielen gegenwärtigen Umweltproblemen wie Klimaveränderung, anthropogen verstärkter Treibhauseffekt, neuartige Waldschäden oder dem Rückgang der Biodiversität ist der anthropogene Einfluss jedoch wegen vielfältiger Rückkopplungen und Zwischenreaktionen nur noch schwer nachzuweisen oder kann gar nur vermutet werden. Die Komplexität der gesamtirdischen Funktionszusammenhänge erschwert die Einleitung von wirksamen Massnahmen zur Verminderung dieser Umweltprobleme. |
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