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Folgefluss, auf Powell und Davis zurückgehende Bezeichnung für Flüsse, deren Gefälle der primären Abdachung (Abdachungsfluss) einer Landoberfläche oder dem Einfallen von Gesteinsschichten folgt. Entsprechend der durch fortschreitende fluviale Erosion freigelegten geologischen Strukturen entwickeln sich Nebenflüsse, die als subsequente Flüsse oder Nachfolgeflüsse rechtwinklig zu den konsequenten Flüssen in Richtung des Streichens fliessen. Die rechtwinklig verlaufenden Nebenflüsse der subsequenten Flüssen, die entgegen dem Schichtfallen fliessen, werden als obsequente Flüsse bezeichnet. Die rechtwinklig verlaufenden Nebenflüsse der subsequenten Flüssen, die wiederum parallel zum Schichtfallen fliessen heissen resequente Flüsse (Abb.). Hingegen werden Flüsse, deren Entwässerungsrichtung keinerlei strukturelle Abhängigkeiten erkennen lässt, als insequente Flüsse bezeichnet. Diese rein deskriptive Klassifikation lässt sich nur in Gebieten mit schwach geneigten Gesteinsabfolgen anwenden.
konsequenter Fluss: K = konsequenter Fluss, S = subsequenter Fluss, R = resequente Flüsse, O = obsequente Flüsse. |
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