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entsteht, wenn eine magnetische Feldlinie von einem Material 1 der Permeablität μ1 in ein Material 2 der Permeabilität μ2 eintritt (Abb.). Wenn α1 und α2 die entsprechenden Winkel zwischen der Feldlinie und dem Lot auf der Grenzfläche sind, so gilt: tanα1/μ1= tanα2/μ2. Wenn das Material 2 eine wesentlich höhere Permeablität als das Material 1 besitzt (μ2 > >μ1), so ist α2 > >α1, und die Feldlinien werden in Richtung parallel zur Grenzfläche hin stark abgelenkt. Dies macht man sich bei der Abschirmung von Magnetfeldern mit Hilfe von Blechen aus hochpermeablem Material (Permalloy, μ-Metall mit μr > 104) zunutze. Eine schwache magnetische Brechung wird auch bei Gesteinen und archäologischen Materialien (Vasen, Keramik) gelegentlich beobachtet. Sie bewirkt, dass die thermoremanente Magnetisierung in diesen Materialien nicht exakt parallel zum äusseren Feld während der Abkühlung unter die Curie-Temperatur orientiert ist. Der Effekt kann im Paläomagnetismus in der Regel vernachlässigt werden, spielt aber im Archäomagnetismus eine gewisse Rolle.
magnetische Brechung: magnetische Brechung einer Feldlinie an einer Grenze zwischen zwei Materialien unterschiedlicher Permeabilität μ. |
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