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Anomalienfeld, kleinräumiger und betragsmässig im allgemeinen kleinerer Magnetfeldanteil im Vergleich zu einem globalen oder regionalen Normalfeld/Referenzfeld, das räumlich begrenzten Feldquellen zugeordnet wird. Magnetische Anomalien werden analytisch modelliert durch geeignete mathematische Ansätze, wie z.B. die höheren Terme einer Kugelfunktionsentwicklung (SHA), nachdem ein globales Referenzfeld subtrahiert wurde (etwa das IGRF/DGRF), oder z.B. durch geeignete zweidimensionale Reihenentwicklungen für das Magnetfeld. Physikalische Ursachen der Anomalien sind räumlich begrenzte Strukturen, z.B. in der Erdkruste, die in der Inversionstheorie im allgemeinen durch Störkörper modelliert werden können. Da die Bestimmung der Quelle des Feldes (Störkörper) aus dem Feld ein kompliziertes, i.a. nicht eindeutiges mathematisches Problem ist, bedarf es detaillierter Untersuchungen und zusätzlicher Informationen bzw. auch Annahmen, wenn das Anomalienfeld physikalisch interpretiert wird. |
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