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sind die in der Natur auftretenden Salze der organischen Säuren, natürliche Kohlenwasserstoffe wie die Paraffine, carbozyklische Verbindungen und Harze (Tab.). Obwohl zahlreiche Minerale wie Calcit, Aragonit oder Apatit bei Biomineralisationsprozessen (Biomineralogie) auf organischem Wege entstehen, werden sie doch als anorganische Verbindungen zu den Carbonaten oder den Phosphaten gerechnet. Auch die fossilen Brennstoffe wie Erdöl oder Kohle werden nicht zur Klasse der organischen Minerale gerechnet, denn es handelt sich dabei um Sedimentgesteine.
Eine besondere Bedeutung für die Biomineralogie haben die Oxalatminerale Whewellit(Ca[C2O4]·H2O) und Weddellit (Ca[C2O4]·2H2O), die z.B. zur Bildung pathogener Konkremente führen. In Lagerstätten fossiler Brennstoffe tritt der Honigstein Mellit(Al2[C12O12]·18H2O) und ein natürlicher, fester Kohlenwasserstoff, das Paraffinmineral Evenkit(C24H50) auf. In Steinkohle- und Braunkohlelagern sowie in Moor- und Torfgebieten finden sich eine Reihe von Mineralen carbozyklischer Verbindungen wie Kratochwillit (C13H10), Fichtelit (C19H34) oder Flagstaffit(C10H18(OH)2·H2O). Succinit ist ein amorphes Gemenge aus Bernsteinsäure in Öl, das als fossiles Harz (Bernstein) meist auf sekundärer Lagerstätte gefunden wird.
organische Minerale (Tab.): Übersicht der wichtigsten Mineraldaten der häufigsten organischen Minerale (Sch.=Schoenflies, Int.=international). |
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