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Abflussfüllenlinie (veraltet), das über einem gewählten Durchflussschwellenwert Q unter einer Hochwasserganglinie Q(t) vorhandene Volumen V(Q). Die Durchflussfüllenlinie gibt die Beziehung zwischen den gewählten Schwellenwerten und den zugehörigen Volumina wieder (Abb.). Sie entsteht durch fortschreitende Integration der Durchflussganglinie über die Abfluss-Ordinate, beginnend mit dem grössten Wert QS bis zum tiefstmöglichen Schwellenwert Q (z.B. Q3 in der Abb.). Es ist anzuraten, als tiefstmöglichen Schwellenwert den Durchfluss am Anfangspunkt anzusetzen. Bei mehrgipfeligen Durchflussganglinien werden die Volumina von Vor- und Nachwellen bzw. die dazwischenliegenden Wellentäler berücksichtigt. Es empfiehlt sich, für jedes Abflussjahr mindestens eine Durchflussfüllenlinie (und zwar für das grösste Hochwasserereignis) aufzustellen. Um die Vergleichbarkeit zu ermöglichen, sollten die Koordinaten der Durchflussfüllenlinie in Abflussspenden bzw. Abflusshöhen transformiert werden. Zur Eingrenzung der Schwankungsbreite der Durchflussfüllen einzelner Hochwasserwellen dient eine Hüllkurve, die als Rückhaltewirkungslinie bezeichnet wird. Sie entspricht dem maximal erforderlichen Hochwasserrückhalteraum bei Berücksichtigung der Schwankungsbreite der Durchflussfüllen.
Durchflussfüllenlinie: Ermittlung der Durchflussfüllenlinie für Hochwasserereignisse. |
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