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von K. Keilhack 1909 benannte, älteste (drittletzte) Vergletscherung in Nordeuropa. Sie reichte im Osten im Gebiet von Thüringen bis in die Ukraine und hatte nach Süden eine grössere Ausdehnung als das Eis der Saale-Kaltzeit. Im Westen (Münsterland, Emsland, Niederlande) ist die Verbreitungsgrenze sehr unsicher. Die Grundmoränen der Elster-Kaltzeit zeigen weitverbreitet eine Zweiteilung an. In Sachsen werden die Moränen der Zwickauer Phase und Markranstädter Phase zugeordnet. Die Elster-Eiszeit hat durch ausgeschürfte Wannen (Elbtal-Wanne 100×20 km) und Rinnen (100×5 km), die bis 500 m tief in den Untergrund reichen, eine völlige Umgestaltung von Norddeutschland bewirkt. Beim Abschmelzen des Eises haben sich grosse Eisstauseen gebildet, in denen sich grossflächig von Norddeutschland bis in die Niederlande Schluff und Ton bis zu 150 m Mächtigkeit (Lauenburger Ton) abgelagert haben. Die Korrelation mit den alpinen Vereisungen und den OIS ist unsicher. Quartär, Kaltzeit. WBo |
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