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Arbeitsweise der älteren geographischen Länderkunde zur Klassifikation und Ausscheidung "komplexer" Landschaftseinheiten. Der Name ist von der Erkenntnis abgeleitet, dass sich Merkmalsunterschiede (z.B. Bodenformen, Pflanzengesellschaften, Reliefeinheiten) zwischen Landschaftsräumen nicht als Linien, sondern stets als Übergangssäume ausprägen (Abb.). Allerdings sind die Areale der einzelnen Merkmale trotz gewisser korrelativer Zusammenhänge (z.B. Catena) nur in Ausnahmefällen deckungsgleich, so dass sich ihre Grenzlinien genaugenommen nicht in einem Gürtel bündeln lassen. Die Grenzgürtelmethode ist damit zwar didaktisch anschaulich, jedoch nur in Ausnahmefällen wirklichkeitsgetreu und daher in der modernen Landschaftsökologie kaum mehr anwendbar.
Grenzgürtelmethode: Merkmalsgrenzlinien einer Landschaftseinheit bündeln sich in einem gürtelartigen Saum. |
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