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1) allgemein: an gezeitenaktiven Seichtwasserküsten, in Flussmündungen oder im Schutz von Nehrungen gebildete Ablagerungen aus Feinsand und Schlick; bilden die Marschen, sobald sie wenig über die regelmässig überfluteten Wattflächen (Watt) aufragen. An vom Menschen unbeeinflussten Wattküsten geht das Watt über die Salzmarsch zum Marschland über. Im Rahmen von Massnahmen der Landgewinnung wird Marschland durch Deiche eingegrenzt und damit zu landwirtschaftlich nutzbarem Land. 2) Bodenkunde: Bodenklasse nach der deutschen Bodenklassifikation. Sie bestehen aus feinsand-, schluff- und tonreichen Sedimenten in von Gezeiten bestimmten küstennahen Räumen. Sie sind grundwasserbeeinflusst und ähneln den Gleyen. Durch Melioration nach Eindeichung können sie landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Aufgrund seines Mischcharakters mineralischer und organischer Bestandteile ist es ein fruchtbarer, kalkhaltiger, semiterrestrischer Grundwasserboden. In der Klasse der Marschen unterscheidet man verschiedene Bodentypen, wie z.B. Rohmarsch (schwache Bodenentwicklung), Kalkmarsch (carbonathaltig bis in Oberflächennähe), Kleimarsch (carbonathaltig unterhalb 0,4 m Bodentiefe), Haftnässemarsch (rostfleckig, zur Verschlämmung neigend), Dwogmarsch, Knickmarsch (stark verdichtet) und Organomarsch (aus humosem Ton mit Torf- und Muddelagen). Brackmarsch Abb. |
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