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neben dem C/A-Codeeiner der beiden von GPS-Satelliten abgestrahlten Navigationscodes. P steht für Precision oder Protected. Es handelt sich um sog. PRN (Pseudo Random Noise) Codes, eine Folge von +1 und -1 mit zufallsähnlichem Charakter. Der P-Code hat eine Länge von insgesamt etwa 267 Tagen. Jedem Satelliten ist ein Teilstück von 7 Tagen zugeordnet, das zu Beginn jeder GPS-Woche (0 h Universalzeit von Sonnabend auf Sonntag) auf den Anfang zurückgesetzt wird. Damit ist jeder Satellit über seine PRN-Sequenz identifizierbar. Der P-Code hat die Grundfrequenz 10,23 MHz des Satellitenoszillators und enthält somit eine Information über den Aussendezeitpunkt am Satelliten. Die entsprechende Wellenlänge beträgt knapp 30 m. Der P-Code wird auf beiden Trägerfrequenzen L1 und L2 abgestrahlt, während der C/A-Code nur auf L1 verfügbar ist. Aus der Korrelation des empfangenen Codesignals mit der im GPS-Empfänger generierten Codesequenz werden die Pseudoentfernungen bestimmt. Das Messrauschen des P-Codes beträgt bei modernen Empfängern weniger als 1 m. Unter der Sicherungsmassnahme anti-spoofing (A-S) wird der P-Code durch Überlagerung mit dem geheimen W-Code in den verschlüsselten Y-Code umgewandelt. Nur autorisierte (vorwiegend militärische) Nutzer haben Zugang zum Y-Code. Für Trägerphasenmessungen (GPS-Beobachtungsgrössen) muss das empfangene Signal zunächst vom Code befreit werden (Rekonstruktion der Trägerphase). Die Hersteller von leistungsfähigen zivilen GPS-Empfängern haben spezielle Techniken entwickelt, um auch unter A-S Trägerphasenmessungen auf der L2 Frequenz ohne vollständige Rekonstruktion des Trägers vornehmen zu können. |
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