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Federgravimeter, meist ein statisches Gravimeter; als spezialisierter, in Lotrichtung ausgerichteter Beschleunigungsmesser als Federwaage mit konstanter Masse zur Messung von Relativwerten der Schwere g=g0+fz (g0=Additionsparameter, f=Eichfaktor,
z=Gravimeterablesung) aus Messung einer Federkraft, meist mit Nullstellung der ausgelenkten Probemasse. Die Eichfunktion f(z) wird durch Gravimetereichung, g0 durch Anschlussmessung auf einem bekannten Punkt, z.B. eines Schwerereferenznetzes, bestimmt. Die Feder als kraftmessendes Element kann verschiedene Formen annehmen, z.B. Rotations-, Linear-, elektromagnetische, elektrostatische oder Gasdruck-Feder. Wichtig sind die (Material-) Eigenschaften der Feder, z.B. zeitliches Kriechen (Gravimetergang), Bruchfestigkeit sowie Temperatureinfluss. Relativgravimeter wurden seit ca. 1930 entwickelt und sind das meistbenutzte Instrument zur Ausmessung des Erdschwerefeldes, da sie billiger, einfacher zu benutzen und robuster sind als Absolutgravimeter. Die Genauigkeit reicht bis einige 10-8 m/s2). Eine Empfindlichkeitssteigerung rotatorischer Systeme ist durch Astasierung möglich. Nachteilig ist die Empfindlichkeit gegenüber Horizontalbeschleunigungen durch Kreuzkopplung wegen (kleiner) Änderungen des Winkels des »Waagebalkens« gegenüber der Horizontalen. |
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