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Reinigung von Böden kontaminierter Standorte mit dem Ziel, die Schadstoffbelastung auf ein vorgegebenes Mass zu reduzieren und Gefährdungspfade zu unterbinden. Dabei werden so weit wie möglich Verfahren angewendet, die eine Sanierung ohne Bodenaustausch erlauben (im Gegensatz zur Bodensubstratsanierung) und bei denen sowohl das Bodengefüge als auch das Edaphon weitgehend intakt bleiben (In-situ-Verfahren). Die wichtigsten Reinigungsmethoden sind: a) die Bodenluftabsaugung zur Entfernung von Kontaminationen leichtflüchtiger Schadstoffe wie Chlorkohlenwasserstoffe (Abb.), b) biologische Sanierungsverfahren, bei denen die Fähigkeiten von Mikroorganismen genutzt werden, bestimmte organische Schadstoffe, wie raffinierte Öle und aromatische Lösungsmittel, abzubauen und c) Immobilisierungsverfahren, bei denen die biologische Verfügbarkeit von Schadstoffen, insbesondere Schwermetallen, durch Adsorption an Austauschern oder durch Fällung nach pH-Anhebung deutlich gesenkt werden kann. Da eine Dekontamination landwirtschaftlich genutzter Flächen von z.B. persistenten Schadstoffen derzeit und in absehbarer Zukunft nicht möglich sein wird, bleiben die Varianten, belastete Ackerkrume durch Tiefpflügen mit weniger kontaminiertem Unterboden zu "verdünnen" oder durch Bodenauftrag, in Abhängigkeit von der Durchwurzelungstiefe der Pflanzen, die Schadstoffaufnahme zu reduzieren.
Bodensanierung: Einfaches Verfahrensschema einer On-site-Sanierung von CKW-kontaminiertem Boden und Grundwasser mit Hilfe eines Sanierungsbrunnens. Im rechten Reinigungspfad wird belastete Bodenluft durch Aktivkohlefilter geführt und gereinigt, im linken wird kontaminiertes Grundwasser durch einen Stripper geleitet, woraus die CKW ausgeblasen und an Aktivkohle gebunden werden. |
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