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Goethit |
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Allcharit, Chileit, Eisensamterz, Fullonit, Mesabit, Nadeleisenerz, Onegit, Pyrosiderit, Pyrrhosiderit, Xanthosiderit, nach J.W. v. Goethe benanntes Mineral mit der chemischen Formel: α-FeOOH; rhombisch-dipyramidale Kristallstruktur; Farbe: gelb, ockergelb, bräunlich-gelb; diamantartiger Seidenglanz; Strich: dunkel- bis braungelb; Härte nach Mohs: 5-5,5 (spröd); Dichte: 4,3 g/cm3; Spaltbarkeit: vollkommen nach (010), gut nach (100); Aggregate: frei aufgewachsen, häufig samtartig, faserig, krustig, strahlig (Brauner Glaskopf), erdig, derb; vor dem Lötrohr schwarz und magnetisch werdend; in HCL löslich; Begleiter: Hämatit, Limonit, Pyrit, Siderit, Quarz, Achat, Calcit; Vorkommen: als Produkt der hydrischen Phase tritt er bei der Verwitterung aller Fe-haltigen Minerale und Gesteine in den Böden, bei der Diagenese von Sedimenten sowie bei der Oxidation des Fe-Carbonats in Sümpfen und Seen auf; verleiht den Böden der gemässigten Klimate ihre gelb-braune Farbe (Verbraunung); Fundorte: Príbam (Böhmen), Lostvithiel (Cornwall, England), ansonsten weltweit.
Goethit hat einem schwachen parasitären Ferrimagnetismus (Sättigungsmagnetisierung MS = 0,05-5·103 A/m) und eine Curie-Temperatur TC von etwa 110°C. Er zeichnet sich durch sehr hohe Werte für die Koerzitivfeldstärke (HC > 1 T) aus. Die spezifische Suszeptibilität χspez liegt mit etwa 10-6
m3/kg im Bereich der Werte schwach paramagnetischer Minerale. Goethit wird meist bei der Verwitterung von Gesteinen gebildet und verursacht dort i.d.R. eine sekundäre remanente Magnetisierung, die im Zuge einer Wechselfeld-Entmagnetisierung nicht zu entfernen ist, sondern nur durch eine thermische Entmagnetisierung mit Temperaturen bis 110°C. |
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